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Experimenteller Teil |
Isolierung und Untersuchung der Pigmente in den Augen des Polychäten
Platynereis dumerilii
Experimenteller Teil
Inhaltsverzeichnis
zum Experimentellen Teil
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4. |
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4.1. |
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4.2. |
Beschaffung und Aufarbeitung der
Augenpigmente von Platynereis dumerilii |
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4.3. |
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4.3.1. |
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4.3.1.1. |
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4.3.1.2. |
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4.3.2. |
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4.3.2.1. |
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4.3.2.2. |
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4.3.2.3. |
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4.3.2.4. |
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4.3.2.5. |
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4.4. |
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4.4.1. |
Oxidatives Kondensationsprodukt [122] von 2-Methylchinoxazolon [120] und Chinoxazolon [121] |
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4.4.2. |
Oxidatives Kondensationsprodukt
[124] von Xanthopterin [6] mit 2-Methylchinoxazolon [120] |
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4.4.3. |
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4.4.4. |
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4.4.5. |
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4.4.6. |
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4.4.7. |
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4.4.8. |
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4.4.9. |
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4.4.10. |
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4.4.11 |
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4.4.12. |
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4.4.13. |
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4.4.14. |
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4.4.15. |
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4.4.16. |
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4.4.17. |
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4.4.18. |
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4.4.19. |
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4.4.20. |
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4.4.21. |
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4.5. |
Elektronenspektren
wurden am BECKMANN ACTA III und UNICAM SP 500, IR-Spektren am PERKIN ELMER
Spektrographen (Modell 275 mit Gitteroptik) aufgenommen. Die 1H-NMR-Spektren
wurden am Varian 60, am Varian XL-100-Spektrometer mit Tetramethylsilan (TMS)
als internem Standard aufgenommen. Bei Fluorsulfonsäure als Lösungsmittel wurde
TMS in einer Glaskapillare als externer Standard zugegeben.
Reemissionsspektren
ab Dünnschicht wurden an einem Dünnschichtspektralphotometer ZEISS PMQ II
aufgenommen.
Für die Säulenchromatographie verwendeten wir
Whatmann-Cellulosepulver, Sephadex G-25 fine und Sephadex LH 20 der Firma
PHARMAZIA Uppsala.
Zur
Papierchromatographie diente Whatmann Nr.1 und SCHLEICHER und SCHÜLL 2668. Zur
Dünnschichtchromatographie wurden Cellulosefertigplatten mit und ohne
Fluoreszenzindikator der Firma MERCK verwendet. Auswertung der Chromatogramme
erfolgte unter UV-Licht. Um die Fluoreszenz zu verstärken wurden die
Chromatogramme manchmal mit flüssigem Stickstoff gekühlt.
Als
Laufmittel wurden vorwiegend folgende Systeme verwendet:
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Laufmittel |
Bezeichnung |
|
|
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|
3% Ammoniumchlorid |
1 |
|
Butanol/Eisessig/Wasser 20:3:7 |
2 |
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Isopropanol/l% Ammoniak 2:1 |
3 |
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Wasser |
4 |
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Ameisensäure/Ethanol/Wasser/Salzsäure 50:15:20:1 |
5 |
4.2. Beschaffung und Aufarbeitung der
Augenpigmente von Platynereis dumerilii
Für die
Arbeit wurden Tiere aus zwei verschiedenen Exkursionen verwendet und auch
verschieden aufgearbeitet.
Erste
Aufarbeitung
15’000
Nereiden, die im Jahre 1970 in Banyuls-s-Mer gesammelt worden waren und sich aus Platynereis dumerilii, Nereis rava
und Nereis zonata zusammensetzten, wurden für die Isolierung der Pigmente
verwendet. Die in Kunzmann Alkohol aufbewahrten Tiere wurden im Juli 1971
geköpft. Die Köpfe wurden homogenisiert, mit gewaschener Cellulose versetzt und
eingeengt. Das Produkt wurde auf eine trocken gestopfte, mit Wasser
klimatisierte Cellulosesäule gegeben (100 g, Höhe 22 cm, Durchmesser 4 cm).
Nach Eluieren mit Wasser wurde das Elutionsmittel langsam mit Salzsäure/Essigsäure
verstärkt. So konnte zuerst das gelbgrün fluoreszierende Nerepterin und
anschliessend das orange fluoreszierende Platynerepterin roh erhalten werden.
Die Eluate wurden eingeengt. Das rohe Platynerepterin wurde erneut auf eine Cellulosesäule (Höhe 12
cm, Durchmesser 1,3 cm) aufgetragen und zuerst mit Wasser dann zunehmend mit
Ameisensäure eluiert, bis zu einem Verhältnis Wasser/Ameisensäure 1:1. Das noch
vorhandene schnell laufende Nerepterin wurde zur Hauptmenge des Nerepterins
gegeben. Das eluierte Platynerepterin wurde zur Trockene eingeengt. Die Ausbeute an rohem Produkt betrug 464
mg. Das Produkt wurde in 0,1 % Ammoniak gelöst und auf eine Anionentauschsäule
Dowex 1 x 8 (Höhe 3 cm, Durchmesser 4 cm) gegeben und mit Wasser eluiert. Darauf
wurde mit 30% Ameisensäure eluiert und das Eluat im Rotationsverdampfer zur
Trockene
eingeengt. Die Ausbeute betrug 29 mg.
Zur
weiteren Reinigung des Platynerepterin wurde das Produkt in einigen Millilitern
Ameisensäure gelöst und durch Verdünnen mit Wasser ausgefällt. Nach
Abzentrifugieren und 3-maligem Waschen mit Wasser und Kunzmannalkohol wurden
4,4 mg reines Platynerepterin erhalten.
Das rohe
Nerepterin wurde auf eine mit Whatmanncellulose nass gefüllte Säule (Höhe 20
cm, Durchmesser 4 cm) gegeben und mit Wasser bidest. eluiert. Nach Einengen der
eluierten Nerepterinfraktion wurden 320 mg rohes Nerepterin erhalten. Das
Produkt wurde in Ameisensäure gelöst und auf 12 Blätter Schleicher und Schüll
2668 Papier aufgetragen. Mit 3% Ammoniumchlorid wurde auf einer Strecke von 54
cm eluiert. Die Eluate mit der reinen Fraktion an Nerepterin wurden auf eine
Säule (Höhe 10 cm, Durchmesser 1,3 cm) mit Kationentauscher Dowex W50 in der H+-Form
gegeben. Zuerst wurde mit Wasser gewaschen, anschliessend mittels 1% Ammoniak
eluiert und eingeengt. Die Ausbeute betrug 14 mg. Nach Auflösen des Produktes
in Ameisensäure und Ausfällen durch verdünnen mit Ethanol konnten 3,5 mg reines
Nerepterin erhalten werden.
Zweite
Aufarbeitung
Auf einer
Exkursion im Sommer 1975 in Banyuls-s-Mer wurden 24450 Platynereis dumerilii,
Nereis rava und Nereis zonata gefangen. Die Tiere wurden nach Aufbewahrung in
Ethanol dekapitiert und die Köpfe in einem Volumen von 200 mL Ethanol
homogenisiert. Im Rotationsverdampfer wurde der Alkohol abgezogen und der
Rückstand mit 200 mL Ameisensäure versetzt. In die Aufschlämmung wurde 50 Gramm
Cellulosepulver eingerührt und alles auf eine breite Cellulosesäule (Höhe 5 cm,
Durchmesser 12 cm) gegeben und mit reiner Ameisensäure eluiert. Die gesamte
orangefarbige Fraktion wurde auf ungefähr 50 mL Volumen eingeengt und auf eine
Cellulosesäule (Höhe 35 cm, Durchmesser 4 cm) gegeben. Um ein Verstopfen der
Säule zu verhindern wurde die Lösung in den Kopf der Säule eingerührt und mit
einer Schicht von 1 cm Cellusosepulver überschichtet. Eluiert wurde mit 10%
Ameisensäure.
Es wurde
auf diese Weise eine gelbe Fraktion mit dem Nerepterin eluiert, während die
violette Fraktion im oberen Teil der Säule zurückblieb. Das violette Produkt
mit dem Platynerepterin wurde anschliessend mit 50%iger Ameisensäure eluiert
und zur Trockene eingeengt. Dieses Produkt wurde nach dreimaligem Auflösen in
Ameisensäure und Ausfällen mit Wasser, abfiltriert und am Hochvakuum
getrocknet. Auf diese Weise wurden 13 mg reines Platynerepterin erhalten.
Die gelbe
Fraktion die das Nerepterin enthielt, wurde auf 50 mL eingeengt und auf eine
Sephadexsäule LH 20 gegeben. Durch Eluieren mit Wasser wurde zuerst ein schnell
laufendes braunes Produkt eluiert, welches verworfen wurde. Nach längerem
Eluieren mit bidest. Wasser konnte das Nerepterin als reine Fraktion erhalten
werden. Durch Einengen der Lösung auf ein Volumen von ungefähr 100 mL konnte
das reine Nerepterin ausgefällt werden. Die Ausbeute betrug nach Trocknen im Hochvakuum
8 mg.
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Elektrophorese: |
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|
pHi = 2,8 |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
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0,1 M Natronlauge |
250 (720), 335(244), 431(Schulter 636), 446(668) |
|
|
90% Ameisensäure |
406 (Schulter 462), 430 (784), 458 (800) |
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS), Figur 25 |
|
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|
|
1,46 ppm: |
t (?) |
|
|
2,95 ppm |
breites Signal |
|
|
3,52 ppm |
breites Signal |
|
|
2,28 ppm: |
s |
|
|
8,23 ppm: |
s und darunter breites Signal |
|
CHN-Analyse: |
|
|
|
|
|
|
Schmelzpunkt > 300°C |
|
m%C |
m% H |
m%N |
Rückstand |
|
|
gefunden |
43, 78 |
4,74 |
15,59 |
6,88% |
|
|
korrigiert |
47,0 |
5,51 |
16,75 |
|
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,13 |
0,13 |
0,00 |
- |
0,67 |
4.3.1.1. Nerepterin
in basischem Milieu unter Lichteinfluss:
Eine Lösung
von 0,12 mg Nerepterin in 10 mL 0,1 M Natronlauge wurde zum Teil
im Dunkeln, zum anderen Teil an Licht aufbewahrt. Im Verlaufe der Zeit wurde
die Extinktion des längstwelligen Maximums gemessen.
|
Zeit |
Im Dunkeln: Extinktion |
An Licht: Extiktion |
|
0 |
0,74 |
0,74 |
|
6 h |
0,74 |
0.21 |
|
24 h |
0,73 |
|
4.3.1.2. Oxidation von Nerepterin mit
Kaliumpermanganat
Ca. 0.05 mg
Nerepterin wurden in einem Analysenröhrchen mit: 1 Tropfen 0,1 M Natronlauge
gelöst und aus einer Kapillare mit sehr verdünnter Kaliumpermanganatlösung
versetzt, welches sofort reduziert wurde. Dünnschichtchromatographisch wurde
ein blauviolett fluoreszierendes Abbauprodukt charakterisiert.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,61 |
0,19 |
0.08 |
|
0,76 |
|
Elektrophorese: |
|
|
|
In keinem pH-Bereich war eine Wanderung des Produktes festzustellen |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
245 (336), 356 (72), 487 (332), 514(352) |
|
|
90% Ameisensäure |
378 (124), 399 (144), 479 (Schulter 296), 508 (528), 545(610) |
|
|
verd. Ameisensäure |
neues Maxima bei 615 nm |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
|
M+: (?) 385 (1,6%) |
241 (5%) |
91 (100%) |
|
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS), Figur 25 |
|
|
|
|
1,41 ppm: |
t |
|
|
3,01 ppm |
breites Signal |
|
|
3,63 ppm |
breites Signal |
|
|
4,49.ppm: |
s |
|
|
8,26 ppm: |
b s und darunter b s |
|
CHN-Analyse: |
|
|
|
|
|
|
Smp.
> 300°C |
|
m%C |
m% H |
m%N |
Rückstand |
|
|
1. Analyse |
43,90 |
4,42 |
16,56 |
3,05 |
|
|
korr. Werte |
45,28 |
4,56 |
17,08 |
|
|
|
2. Analyse |
|
|
16,68 |
Spuren |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,00 |
0,00 |
0, 00 |
0,00 |
0,13 |
4.3.2.1. Oxidation
von Platynerepterin in saurem Milieu an Luft
0,77 mg
reines Platynerepterin wurde in 4 mL 50% Ameisensäure gelöst und unter
Durchleiten von Luft stehengelassen. Die verdunstete Flüssigkeit wurde
fortlaufend ersetzt. Nach 8 Tagen wurde das Produkt in einem 10 cm langen
Streifen auf langsam laufendes Chromatographiepapier aufgetragen und mit denn
Elutionsmittel 2 eluiert. Nach einer Laufstrecke von 32 cm konnten 5
fluoreszierende Produkte beobachtet werden.
| P-Chromatogramme: |
Rf -Wert in 2 |
Eigenschaft |
|
0,00 |
rotes Produkt (nicht umgesetztes Platynerepterin) |
|
|
0,03 |
gelb fluoreszierendes Produkt |
|
|
0,07 |
weissblau fluoreszierendes Produkt |
|
|
0,14 |
blau fluoreszierendes Produkt |
|
|
0,93 |
fluoreszenzlöschendes Produkt, bei Kühlen mit flüssigem Stickstoff jedoch intensiv blau fluoreszierendes Produkt |
Das
weissblau fluoreszierende Abbauprodukt mit dem Rf = 0,07 wurde mit 1% Ammoniak
eluiert, zur Trockene eingeengt und für die weiteren Untersuchungen verwendet.
Charakterisierung des Abbauproduktes:
Vergleich des Abbauproduktes (Rf in 2 = 0,07)
mit Leukopterin [4] .
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
5 |
6* |
|
|
Rf Abbauprodukt |
0,12 |
0,03 |
0.20 |
0,62 |
0,45 |
|
|
Rf Leukopterin |
0,12 |
0.03 |
0.20 |
0.62 |
0.45 |
* Elutionsmittel: Pyridin / Essigester / Wasser
4:3:3
| Elektrophorese: | |||
|
|
Bedingungen |
Produkte |
Laufstrecke |
|
|
pH = 7,2; t = 2h; I = 3 mA; U = 200 V |
Abbauprodukt |
4,0 mm |
|
|
|
Leukopterin |
4,0 mm |
|
|
pH = 9,1; t = 2h; I = 5 mA; U = 150 V |
Abbauprodukt |
18 mm |
|
|
|
Leukopterin |
18 mm |
|
Elektronenspektren: |
|
|
|
|
|
Gemessen wurde das Reemissionsspektrum von einer mit dem Elutionsmittel 1 entwickelten Dünnschichtplatte |
||
|
|
lMax [nm] Abbauprodukt |
230, 305, 345 ± 5 |
|
|
|
lMax [nm] Leukopterin [4] |
230, 305, 345 ± 5 |
|
4.3.2.2. Platynerepterin in basischem Milieu und unter
Lichteinfluss
Eine Lösung
von Platynerepterin mit einer Konzentration von 0,145 mg/10 mL wurde zum Teil
im Dunkeln, zum anderen Teil am Tageslicht stehengelassen. Im Verlaufe der Zeit
wurde die Extinktion des längstwelligen Maximums gemessen.
|
Zeit |
Im Dunkeln, Extinktion |
An Licht, Extiktion |
|
0 h |
0,51 |
0,51 |
|
6 h |
0,48 |
0,12 |
|
4 Tage |
0,45 |
|
Zur
Identifizierung der Abbauprodukte wurde 0,20 mg Platynerepterin in 2 Tropfen
Wasser und 0,3 mL Natronlauge gegeben. Während 5 Stunden wurde die Lösung im
Wasserbad auf 90° C erwärmt. Darauf wurde das
Reaktionsprodukt auf eine präparative Celluloseplatte aufgetragen und 2-mal mit
2% Ammoniak eluiert. Die Platte, auf der zu Vergleichszwecken Leukopterin [4]
und 7-Xanthopterincarbonsäure [41] aufgetragen worden war, zeigte folgendes
Bild:
|
|
Das gelb fluoreszierende Abbauprodukt des
Platynerepterins wurde abgekratzt, 2-mal mit je 2,5 mL 10% Ammoniak eluiert und
zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wurde in einem Tropfen Ameisensäure
gelöst und für Dünnschichtchromatogramme verwendet.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 |
2 |
5 |
7* |
8** |
|
|
Abbauprodukt |
0,30 |
0.02 |
0.75 |
0,21 |
0,43 |
|
|
7-Xanthopterincarbonsäure |
0,29 |
0,02 |
0,75 |
0,24 |
0.39 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
7*: i-PropOH: 2% NH3 2:1 |
||||
|
|
|
8**: 44% Natriumcitrat |
||||
Mischchromatogramme
des Abbauproduktes mit 7-Xanthopterincarbonsäure [41] erschienen als
einheitliche Flecken.
4.3.2.3. Oxidation von Platynerepterin mit
Kaliumpermanganat
0,12 mg
Platynerepterin wurden in einem Analysenröhrchen mit 2 Tropfen 0,1 M
Natronlauge gelöst, und mit einem Unterschuss von verdünnter Kaliumpermanganat
versetzt. Dünnschichtchromatogramme des Reaktionsproduktes zeigten ein Gemisch
von 8 fluoreszierenden Verbindungen.
| D-Chromatogramme: | ||||
| E-Mittel |
1 |
2 |
Fluoreszenz |
|
| Rf-Werte |
0,63 |
0,21 |
blau* |
|
|
0,32 |
0,25 |
blaugrün |
||
|
0,25 |
0,04 |
blau* |
||
|
0,15 |
0,04 |
gelblich |
||
|
0.10 |
0,03 |
orange |
||
|
0,05 |
0.10 |
blau |
||
|
0,05 |
0.10 |
grün |
||
|
0,00 |
0.03 |
gelb |
*Die Zuordnung der blau fluoreszierenden Produkte ist nicht eindeutig.
Wurde die
Lösung des Platynerepterins in 0.1 M Natronlauge mit einem geringen Überschuss
an Kaliumpermanganatlösung versetzt, so konnte nur noch ein blau violett
fluoreszierendes Produkt in sehr geringer Menge dünnschichtchromatographisch
festgestellt werden.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Werte |
0,61 |
0,20 |
0,07 |
- |
0,78 |
Dieses
Produkt ist identisch mit dem unter 4.3.1.2. beschriebenen, blau
fluoreszierenden Abbauprodukt des mit Kaliumpermanganat oxidierten Nerepterins.
4.3.2.4. Oxidation
des Platynerepterins mit Ozon
0.10 mg
Platynerepterin wurden in 6 mL Ameisensäure gelöst und mit Ozon / Luftgemisch
durchspült. Nach Zugabe von einem grossen Überschuss (14 mg) von Ozon, änderte
sich die Farbe der Lösung zu gelb. Die Lösung wurde auf 0,5 mL eingeengt und
mit 0,2 M Natriumcarbonatlösung auf pH = 3 gebracht. Das .Reaktionsgemisch
wurde auf eine präparative Celluloseplatte aufgetragen und mit Wasser
entwickelt. Es konnten 2 Produkte gesehen werden. Ein schnell laufendes blau
fluoreszierendes Produkt und ein am Start verbleibendes gelb fluoreszierendes
Produkt.
a) Das gelb
fluoreszierende Produkt wurde durch Zerschneiden der Glasplatte vom blau
fluoreszierenden Produkt getrennt. Zuerst wurde mit Wasser eluiert. Um das
Produkt zu isolieren wurde mit 1 % Ammoniak eluiert. Nach dem Einengen wurde
das Produkt charakterisiert.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
|
|
Rf-Werte des gelb fluoresz. Abbauproduktes |
0,05 |
0,19 |
0,03 |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E qualit.) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
272 (0,47), 347 (0,13), 470(0,26) |
|
|
90% Ameisensäure |
265 (0,42), 442 (0,31), 470 (0,30) |
b) Das blau
fluoreszierende Abbauprodukt wurde von der Platte mit Wasser eluiert und
charakterisiert.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
|
|
Rf-Werte des blau fluoresz. Abbauproduktes |
0,30 |
0,19 |
0,02 |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E qualit.) |
|
|
|
|
pH 12 |
277 (0,36), 340 (0,16) |
|
|
pH 1 |
271 (0,33), 334 (0,12) |
4.3.2.5. Reduktion
von Platynerepterin mit Natriumborhydrid
In einer
UV-Küvette wurde Platynerepterin in 10% Ammoniak gelöst und mit Stickstoff
gespült. Zu dieser Lösung wurde ca.5 mg Natriumborhydrid gegeben und der
Reaktionsverlauf durch Aufnahme der Elektronenspektren verfolgt (siehe Figur
28). Nach 5 Stunden wurde eine weitere Spatelspitze Natriumborhydrid zugegeben,
da die Reaktion nicht weiterlief. Nach 7 Stunden war das Platynerepterin zu
einem neuen Produkt reduziert. Isosbestische Punkte konnten bei 234 nm, 285 nm,
343 nm, 393 nm und 450 nm gemessen werden.
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E qualit.) |
|
|
|
|
pH 12 |
268 (0,42), 328 (0,17), 425 (0,37), 455 (0,38) |
|
|
pH 1 |
260 (0,35), 436 (0,41), 461(0,41) |
Das reduzierte Produkt wurde in der Küvette mit Salzsäure versetzt. Nach 7 Stunden stehen lassen an der Luft, war alles Produkt wieder in Platynerepterin zurückoxidiert worden. Durch Aufnahme von Elektronenspektren und Rf-Werten wurde die Rückoxidation zum Platynerepterin überprüft.
4.4.1. Oxidatives Kondensationsprodukt [122] von 2-Methylchinoxazolon[120] und Chinoxazolon
In einem
qualitativen Versuch wurden je 50 mg der Ausgangsstoffe 2-Methylchinoxazolon und Chinoxazolon in 10 mL DMSO gelöst und ein Tropfen Schwefelsäure zugegeben.
Nach einigen Stunden erwärmen auf 120° C färbte sich die Reaktionslösung
dunkel.
Das gesamte
Reaktionsgemisch wurde auf eine Sephadexsäule (LH-20, Höhe 24 cm, Durchmesser
5,5 cm) gegeben und mit Wasser eluiert. Ein gelbes Produkt wurde eluiert und
eingeengt. Für ein Elektronenspektrum wurde etwas Produkt in verdünnter
Ameisensäure gelöst. Bei Zugabe von konz. Ameisensäure färbte sich die Lösung
rot und bei weiterer Zugabe von Schwefelsäure färbte sie sich intensiv violett.
Die Farbänderungen waren durch Zugabe von Wasser wieder rückgängig zu machen
(Figur 32).
4.4.2. Oxidatives Kondensationsprodukt [124] von Xanthopterin [6] und 2-Methylchinoxazolon [124]
Bedingungen
für die Synthese dieses Kondensationsproduktes [124] fehlen.
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E qualit.) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
238 (904), 365 (256), 380 (240), 494 (40), 525 (320) |
|
|
90% Ameisensäure |
306 (232), 483 (512), 515 (1200), 554 (1536) |
Pterorhodin [12] wurde nach der Vorschrift von
Russel et alt. (201) synthetisiert.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
In Schwefelsäure |
C(7’)-H: s 8,16 ppm |
|
|
In FSA |
C(7’)-H: s 7,98 ppm, C(2)-NH2: b 7,64 und s bei 8,0 ppm |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E quali.) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
340 (366), 396 (332), 503 (632), 538 (656) |
|
|
90% Ameisensäure |
324 (172), 506 (576), 543 (626) |
Das
Elektronenspektrum von Pterorhodin [12] in 0,1 M Natronlauge veränderte sich
schnell. In Intervallen von 2 Minuten wurden Spektren aufgenommen (Figur 34).
Der isosbestische Punkt liegt bei 463 nm. Das
lMax des neu gebildeten Produktes liegt bei 415 nm.
Xanthopterin
[6] wurde nach einer Vorschrift von A. Albert und H. C. S. Wood (202)
synthetisiert, welche durch Reduktion des Leukopterins [4] mit
Natrium-Quecksilber das Dihydroxanthopterin [21] erhielten. Nach Oxidation mit
Kaliumpermanganat wurde das Xanthopterin [6] erhalten.
Wir
reinigten das Xanthopterin [6] über das Hydrochlorid, welches in kristalliner
Form erhalten wurde. Durch Röntgenstrukturanalyse wurde von uns (203) die
Struktur von diesem Xanthopterin-Hydrochlorid bestimmt.
|
Massenspektrum: |
|
|
|
||
|
|
M+: 179 (65%) |
152 (30%) |
134 (8%.) |
124 (5%) |
109 (24%) |
|
|
43 (100%) |
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
256 (832 ), 392 (400) |
|
|
90% Ameisensäure |
260 (880), 353 (350), 388 (Schulter 250) |
4.4.5.
7-Methylxanthopterin [8]
Nach einer
Vorschrift von Gertrude B. Elion und G. H. Hitchings (204) wurde das
7-Methylxanthopterin [8] hergestellt. Das rohe 7-Methylxanthopterin [8] wurde
nicht wie in der Vorschrift aus 2 M Salzsäure umkristallisiert, da dabei
grössere Mengen von Pterorhodin [12] die gewünschte Reinigung zunichte machten,
sondern das 7-Methylxanthopterin [8] wurde in Ameisensäure bei 90° C gelöst und mit einem grossen Überschuss von
siedendem Wässer versetzt und langsam abgekühlt. Die Verunreinigungen wie sie
bei der anderen Methode auftraten (6-Methylisoxanthopterin und Pterorhodin
[12]) waren nicht mehr auffindbar.
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 193 (67%) |
165 (14%) |
152 (57%) |
123 (28%) |
|
|
43 (100%) |
|
|
|
1H-NMR-Spektrum: (FSA) |
|
|
|
|
sofort nach Auflösen: |
C(7)-CH3: s 3,23 ppm, 3H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 7,76 ppm, 2 H |
|
|
|
|
|
|
nach 6 Stunden |
C(7)-CH3: s 5,60 ppm, 2 H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 7,65 ppm,2 H |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,26 |
0,17 |
0,36 |
|
0,86 |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
250 (720 ), 380 (336) |
|
|
90% Ameisensäure |
263 (470), 355 (330), 372 (Schulter 230) |
In 200 mL 2
M Schwefelsäure wurden 10 Gramm 2,4,5-Triamino-6-hydroxypyrimidin (THP) und 5
Gramm 2-Oxobuttersäure gekocht. Es wurde während 3 Stunden gekocht. Der
gebildete Niederschlag wurde abfiltriert und die Lösung über Nacht
stehengelassen. Es fielen einige hellgelbe Kristalle aus, die ebenfalls
abfiltriert wurden. Bei Siedehitze wurde anschliessend mit Natriumcarbonat auf
pH = 4 gebracht. Über Nacht wurde erneut stehengelassen und der gebildete
Niederschlag abgenutscht. Nach Waschen des Niederschlages mit Wasser/Ethanol
und Ether wurde im Hochvakuum bei 80° C während 4 Stunden getrocknet. Die
Ausbeute betrug 5,0 g.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
In TFS: |
C(7’)-CH3: t 1.41 ppm, J = 8 Hz, 3 H; |
|
|
|
C(7)-CH2: q 3,12 ppm, J= 8 Hz, 2 H; |
|
|
|
C(2)-NH2: s 8,21 ppm, 2 H; |
|
|
|
|
|
|
In FSA: |
C(7’)-CH3: d 2,40 ppm, J = 8 Hz, 3
H |
|
|
|
C(7)-CH(SO3H) : d 7,36 ppm, J = 8 Hz, 1 H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 7,66 ppm und s 8,19
ppm, 2 H; |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 207 (33%) |
178 (7%) |
171 (7%) |
152 (17%) |
|
|
43 (100%) |
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
250 (768), 382 (384) |
|
|
90% Ameisensäure |
352 (392), 370 (Schulter 288) |
2, 5 g
THP-Sulphat und 1,5 g 2-Oxovaleriansäure (Fluka) wurden in 200 mL 2 M
Schwefelsäure eine Stunde gekocht. Nach Abkühlen auf 40° C wurde abfiltriert und über Nacht
stehengelassen. Der gebildete Niederschlag wurde abfiltriert und in 10 mL
konzentriertem Ammoniak gelöst. Das Ungelöste wurde abfiltriert. Nach dem
Abziehen des Ammoniaks am Vakuum wurde das Produkt auf eine Sephadexsäule (LH
20, Höhe 20 cm, Durchmesser 5,5 cm) gegeben und mit 1% Ammoniak eluiert. Neben
blau fluoreszierenden Produkten wurde das blaugrün fluoreszierende
Propylxanthopterin eluiert. Die Fraktion wurde leicht eingeengt (um den
Ammoniak zu entfernen) und mit einigen Tropfen Ameisensäure leicht angesäuert.
Der entstehende Niederschlag wurde abfiltriert und nach Waschen mit Alkohol und
Ether im Hochvakuum getrocknet. Die Ausbeute betrug 213 mg und war
chromatographisch einheitlich.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
In TFS: |
-CH3: t 1,02 ppm, J = 8 Hz, 3 H |
|
|
|
C(7’)-CH2-: m 1,83 ppm, J = 8 Hz, 2 H |
|
|
|
C(7)-CH2-: t 3,02 ppm,
J= 8 Hz, 2 H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 8,10 ppm, 2 H |
|
|
|
|
|
|
In FSA: |
-CH3: t 1,60 ppm, J
= 8 Hz, 3 H |
|
|
|
C(7’)-CH2-: Quintett 2,80 ppm, J = 8 Hz, 2 H |
|
|
|
C(7)-CH(SO3H)-: t
7,32 ppm, J = 8 Hz, 1 H; |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 221 (43%) |
206 (35%) |
193 (100%) |
165 (30%) |
|
|
152 (26%) |
124 (18%) |
|
|
CHN-Analyse: |
|
|
|
|
|
|
(C9H11N5O2) |
|
m%C |
m% H |
m%N |
m%O |
|
|
berechnet |
48,8 |
4,97 |
31,7 |
6,88% |
|
|
gefunden |
47,16 |
5,00 |
28,68 |
|
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,32 |
0,60 |
0,55 |
|
0,93 |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
250 (696), 383 (360) |
|
|
90% Ameisensäure |
262 (480), 354 (360), 370 (Schulter 288) |
4.4.8. 7-Isopropylxanthopterin
1 g des
Natriumsalzes von 3-Methyl-2-oxo-buttersäure (Fluka puriss.) wurde mit 2,1 g
THP-Sulphat in 100 mL 1 M Schwefelsäure während 4 Stunden gekocht. Die Lösung
färbte sich leicht gelblich. Mit Natriumhydrogenkarbonat wurde neutralisiert.
Über Nacht fiel ein weiss-gelbliches Produkt aus, welches abfiltriert wurde. Es
erwies sich als das 7-Isopropylisoxanthopterin. Die Reaktionslösung wurde auf
50 mL eingeengt und auf einer Sephadexsäule (LH 20, Höhe 28 cm, Durchmesser 6,5 cm) mit Wasser
chromatographiert. Eine schnell laufende xanthopterinfarbig fluoreszierende
Fraktion wurde im Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt, in wenig konz.
Ammoniak gelöst und erneut auf dieselbe Sephadexsäule aufgetragen. Die wiederum
mit Wasser eluierte Fraktion wurde aufgenommen und etwas eingeengt. Nach Zugabe
von einigen Tropfes Ameisensäure fiel ein hellgelbes Produkt aus. Es wurde mit
Ethanol und Ether gewaschen und im Hochvakuum getrocknet. Die Ausbeute betrug
59 mg.
|
1H-NMR-Spektrum: (FSA) |
|
|
|
|
sofort nach Auflösen: |
C(7)-CH3: d 1,78
ppm, J 7 Hz, 6 H |
|
|
|
C(7')-H: m 3, 95 ppm, 1 Hz |
|
|
|
C(2) NH2: s 7,63 ppm und s 8,01
ppm, 2 H |
|
|
|
|
|
|
nach 3 Tagen |
C(7’)-CH3: s 2, 55 ppm, 3 H |
|
|
|
C(7') CH2(SO3H): s 6,20 ppm, 2 H |
|
|
|
C(2) NH2: s 7,85 ppm und s 8,15
ppm, 2H |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 221 (100%) |
206(47%) |
193(36%) |
178(42%) |
|
|
161 (19%) |
152 (58%) |
124 (14%) |
|
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,45 |
0,72 |
0,63 |
|
0,92 |
Dieses
Produkt wurde nach der Vorschrift von R. Tschesche und F. Horte (205) durch
Kondensation von THP-Sulphat mit Acetonoxalester in 2 M Schwefelsäure
synthetisiert.
|
1H-NMR-Spektrum: (d-Trichloressigsäure) |
|
|
|
|
sofort nach Auflösen: |
-CO(CH3): s 2,46 ppm, 6 H |
|
|
|
C(7’)-H: s 6,72 ppm, 1H |
|
|
|
|
|
|
nach 15 Minuten |
-CO(CH3): s 2,46 ppm, 6 H |
|
|
|
C(7’)H: s 6,72 ppm, 0,4 H |
|
1H-NMR-Spektrum: (FSA) |
|
|
|
|
sofort nach Auflösen: |
-CO(CH3): s 3,20 ppm
und s 3,33 ppm, 3 H |
|
|
|
C(7’)-H: s 7,36 ppm und 7,64 ppm, 1 H |
|
|
|
|
|
|
nach 3 Tagen |
-CO(CH3): 3,25 ppm,
3H |
|
|
|
C(7')-H: s 7,60 ppm, 1 H |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 235 (100%) |
220 (43%/) |
192 (34%) |
43 (80%) |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
234 (904), 308 (272), 430 (472) |
|
|
90% Ameisensäure |
318 (560), 390 (816) |
|
|
konz. Schwefelsäure |
434, 455 (Schulter) |
4.4.10. 7-(2’-Hydroxypropyl)-xanthopterin
205 mg
7-Acetonylxanthopterin [133] wurden in 100 mL 0,05 M Natronlauge gelöst. Nach
Spatelspitzenweiser Zugabe von Natriumborhydrid während 5 Stunden war alles
Ausgangsprodukt reduziert zu einem Produkt mit derselben Fluoreszenz wie das
Xanthopterin [6]. Mit 5 mL Aceton wurde der Überschuss an Natriumborhydrid
unter Kühlen mit flüssigem Stickstoff vernichtet. Mit Ameisensäure wurde auf pH
4,0 eingestellt, und der gelbe Niederschlag abzentrifugiert. In wenig konz. Ammoniak
wurde das Produkt gelöst und über eine Sephadexsäule (100 g LH 20, h = 28 cm, D
= 6,5 cm) chromatographiert. Als Elutionsmittel wurde 1% Ammoniak verwendet.
Die
xanthopterinfarbig fluoreszierende Fraktion wurde eingeengt, bis alles Ammoniak
entfernt war. Nach Zugabe von einigen Tropfen Ameisensäure bis pH 6 fiel ein
gelbes Produkt aus. Nach Abzentrifugieren und Waschen mit Ethanol und Ether
wurde im Hochvakuum Stunden bei 80° C getrocknet. Die Ausbeute an
7-(2’-Hydroxypropyl)-xanthopterin betrug 45 mg.
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS) |
|
|
|
|
sofort nach Auflösen: |
C(2’)-CH3: d 1,56 ppm, J = 6 Hz, 3 H |
|
|
|
C(7’)-CH2-: d 3,37 ppm, J = 6 Hz, 2 H |
|
|
|
C(2’)-H: Sextett 4,75 ppm, J = 6 Hz, 1 H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 8,21 ppm, 2 H |
|
|
|
|
|
|
nach 1 Tag |
C(2’)-H: von 4,75 ppm nach 5,92 ppm verschoben
(Esterbildung der (2’)-Hydroxylgruppe). |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+- H2O: 219 (32%) |
193 (88%) |
165 (15%) |
152 (65 %) |
|
|
124 (32%) |
43 (100%) |
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
250 (680), 383 (296) |
|
|
90% Ameisensäure |
260 (416), 353 (320) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,47 |
0,29 |
0,40 |
|
0,90 |
4.4.11. 7-
Propyl-(2’)-en-xanthopterin
50 mg
7-(2’-Hydroxypropyl)-xanthopterin wurde in 100 mL wasserfreier Ameisensäure 1
Stunde auf 80° C erwärmt. Das Reaktionsprodukt
färbte sich dunkel. Das Produkt wurde zur Trockene eingeengt und in wenig 1 M
Natronlauge auf eine Sephadexsäule (LH 20, Höhe 28 cm, Durchmesser cm) aufgetragen und mit 1% Ammoniak eluiert.
Nach Einengen, bis der Ammoniak entfernt war und Zugabe von einigen Tropfen
Ameisensäure, fiel ein gelbes Produkt aus, welches mit Ethanol und Ether
gewaschen wurde. Getrocknet wurde das Produkt im Hochvakuum. Die Ausbeute
betrug 30 mg.
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS) |
|
|
|
-CH3: d 2,10 ppm, J = 6,8 Hz, 3 H |
|
|
C(3’)-H : d 7,02 ppm, J = 16 Hz, 1 H |
|
|
C(2’)-H: 4 Signale mit Koppelungskonstanten von 16 Hz und 6,8 Hz bei 7,94 ppm, 1 H |
|
|
C(2)-NH2:
s 8,02 ppm, 2 H |
|
|
N(3)-H: s
8,13 ppm, 1 H |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 219 (64%) |
193 (23%) |
164 (28%) |
152 (44%) |
|
|
43 (100%) |
|
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
263 (744), 420 (408) |
|
|
90% Ameisensäure |
297 (298), 392 (504) |
|
|
konz. Schwefelsäure |
lMax 314 |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,23 |
0,37 |
0,48 |
|
0,86 |
|
Fluoreszenz: gelb |
||||||
150 mg 7-Methylxanthopterin [8] wurden mit
einem Überschuss von 2 g Glyoxylsäure in 70 mL konz. Salzsäure bei 80° C gelöst und 5 Stunden bei dieser Temperatur
gerührt. Aus der ursprünglich klaren Lösung fiel ein gelbbrauner Niederschlag
aus. Nach Abkühlen wurde abfiltriert und mit Wasser, Ethanol und Ether
gewaschen. Im Hochvacuum wurde getrocknet.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
In TFS: |
AB System von C(1’) -H und C(2')-H bei 7,41 ppm und 8, 15 ppm, J = 16 Hz, 2 H |
|
|
|
C(2)-NH2: 8,22 ppm, 2 H |
|
|
|
|
|
|
In FSA: |
AB System von C(1’)-H und C(2')-H bei 8, 03 ppm und 8, 99 ppm, J = 16 Hz , 2 H |
|
|
|
C(2)-NH2: s 8,74 ppm, 2 H |
|
|
|
N(3)-H: s 10,38 ppm, 1 H |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
|
M+: 247 (2%) |
231 (3%) |
217(4%) |
207 (20%) |
193 (13%) |
|
|
178 (6%) |
154 (20%) |
124 (8%) |
44 (100%) |
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
245 (808), 452 (376) |
|
|
90% Ameisensäure |
407 (360) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,08 |
0,27 |
0,31 |
|
0,70 |
Als
alternative Ekapterinsynthese zu der von Viscontini und Stierlin entwickelten
Synthese (209) erwies sich eine Modifikation der Dehydroekapterinsynthese.
Analog einer Vorschrift von M. Debono, R. M. Malloy und L. E. Patterson (206),
die durch Kondensation von Glyoxylsäure an 5-a-Androstanolon eine a-Hydroxyessigsäure erhielten, wurde auch das
Ekapterin [9] durch Kondensation von Glyoxylsäure mit 7-Methylxanthopterin [8]
erhalten.
100 mg
7-Methylxanthopterin [8] wurden in 50 mL Ameisensäure gelöst und bei 50° C 100 mg Glyoxylsäure zugegeben. Nach 5
Minuten wurde die Reaktionslösung im Rotationsverdampfer eingeengt, mit konz.
Ammoniak versetzt und auf eine Sephadexsäule (LH-2, Höhe 27 cm, Durchmesser d 5,5 cm) auf
getragen und mit 1% Ammoniak eluiert. Die Ekapterinfraktion wurde eingeengt,
bis das Produkt ausfiel. Durch Zugabe von Aceton konnte weiteres Produkt
ausgefällt werden. Nach Abzentrifugieren und Waschen mit Ethanol und Ether
wurde in Hochvacuum getrocknet. Die Ausbeute betrug 10 mg, im Dünnschichtchromatogramm einheitliches und mit authentischem Ekapterin [9]
identisches Produkt.
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert eigene Synthese |
0,51 |
0,18 |
0,18 |
|
0.74 |
|
|
Rf-Wert authentisches Produkt |
0,51 |
0,18 |
0,18 |
|
0.74 |
250 mg 7-Methylxanthopterin [8] wurden in 20 mL Ameisensäure
bei 80° C gelöst. Dazu wurde ein
Ueberschuss von 2 mL Benzaldehyd gegeben. Es wurde auf 100° C während 2 Stunden erwärmt. Im
Verlaufe dieser Zeit wurde alles Ausgangsprodukt in ein Produkt mit intensiver
gelber Fluoreszenz umgewandelt. Bei 60° C wurde in Rotationsverdampfer
eingeengt, in wenig Natronlauge gelöst und auf eine Sephadexsäule (LH 20, Höhe
27 cm, Durchmesser 5.5 cm) aufgetragen. Mit 1% Ammoniak wurde eluiert. Einige
fluoreszierende Produkte wurden schnell eluiert, während das Hauptprodukt
langsam durch die Säule wanderte. Es wurde im Rotationsverdampfer auf 100 mL
eingeengt und mit Ameisensäure auf pH = 3,5 gebracht und stehen gelassen. Ein
helloranges Produkt fiel aus, welches abfiltriert wurde und mit Ethanol und
Ether gewaschen wurde.
Bei 80° C wurde im Hochvacuum während 5 Stunden getrocknet. Die Ausbeute betrug 348 mg.
| 1H-NMR-Spektrum: | ![]() |
|
In FSA: im Bereich von 7,8-8,5 ppm mehrere Signale die nicht zugeordnet wurden. |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 281 (41%) |
280 (59%) |
235 (15%) |
44 (100%) |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
273 (678), 313 (448), 452 (544) |
|
|
90% Ameisensäure |
430 (660) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0, 00 |
0,35 |
0,34 |
|
0,72 |
|
Fluoreszenz: gelb |
||||||
Als
Kontrollsynthese wurde das 7-Styrylxanthopterin noch synthetisiert, indem 150
mg 7-Phenacylxanthopterin in 100 mL verd. Natronlauge gelöst wurde und mit 300 mg
Natriumborhydrid versetzt wurde. Das überschüssige Natriumborhydrid wurde durch
Zugabe von Aceton unter Kühlen mit flüssigem Stickstoff zerstört. Nach Ansäuern
mit Ameisensäure fiel Produkt aus, welches abfiltriert wurde und über eine
Sephadexsäule (LH-20, Hühe 25 cm, Durchmesser 5,5 cm) mit 1% Ammoniak eluiert
wurde. Eine schnell laufende xanthopterinfarbig fluoreszierende Fraktion wurde
eingeengt und mit einem Tropfen Ameisensäure angesäuert. Das ausfallende
Produkt wurde nach abfiltrieren gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug
26 mg an reduziertem 7-Phenacylxanthopterin.
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D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,21 |
0,65 |
0,62 |
|
0,86 |
|
Fluoreszenz: grünblau |
||||||
50 mg
reduziertes 7-Phenacylxanthopterin wurden in ca. 50 mL Ameisensäure kurz
gekocht und anschliessend über eine Sephadexsäule chromatographiert. Ein gelb
fluoreszierendes Produkt wurde eingeengt, in einem kleinen Volumen Ameisensäure
gelöst und mit Wasser verdünnt. Das ausfallende Produkt wurde abzentrifugiert,
in Ethanol und Ether gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug 9 mg. Dieses
Produkt war identisch (identische IR-Spektren und Rf-Werte) mit dem durch
Kondensation von 7-Methylxanthopterin [8] mit Benzaldehyd erhaltenen
7-Styrylxanthopterin.
4.4.15. 7-Phenacylxanthopterin
Dieses
Produkt wurde von Y. Iwanami und T. Seki (207) synthetisiert,
indem sie THP-Sulphat mit dem Ethylester der Benzoylbrenztraubensäure in
Essigsäure kondensierten. Durch Umkristallisieren in DMSO erhielten sie orange
Kristalle.
|
Elektronenspektrum: Max[nm] (E mol) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
228 (34500), 345 (11000), 422 (11500) |
Wir
synthetisierten dieses Produkt durch Kondensation von 340 mg Xanthopterin [6]
mit 1 mL Acetophenon in 10 mL DMSO, dem 2 Tropfen konz. Schwefelsäure zugegeben
worden war. Nach Erwärmen auf 100° C während einer Stunde hatte sich
die Lösung dunkelorange gefärbt.
Nach
Abkühlen wurde unter Rühren 50 mL Ether zugegeben und der entstehende
Niederschlag abfiltriert und gewaschen mit Wasser, Ethanol und Ether. Im
Hochvacuum
wurde 4 Stunden bei 0,05 Torr getrocknet. Die Ausbeute betrug 395 mg rohes
7-Phenazylxanthopterin.
Zur
weiteren Reinigung wurden 150 mg des rohen Produktes auf einer Sephadexsäule
(LH-20, Höhe 28 cm, Durchmesser 6,5 cm), nach Lösen in wenig verdünnter
Natronlauge, aufgetragen und mit 1% Ammoniak eluiert. Nach mehreren schnell
laufenden, fluoreszierenden Produkten wurde ein langsam laufendes
orangefarbenes Produkt eluiert. Diese Fraktion wurde auf dem
Rotationsverdampfer eingeengt bis Produkt ausfiel. Mit 2 Tropfen Ameisensäure
wurde angesäuert, der Niederschlag abfiltriert und mit Wasser, Ethanol und
Ether gewaschen. Über Nacht wurde im Hochvacuum getrocknet. Die Ausbeute betrug 32
mg.
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 297 (42%) |
268 (43%) |
192 (1%) |
179 (29%) |
|
|
135 (75%) |
105 (100%) |
77(100%) |
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
240 (736), 324 (392), 479, (1040) |
|
|
90% Ameisensäure |
311 (268), 324 (240), 426 (624), Schulter bei 476 (568) und 475 (328) |
|
|
konz. Schwefelsäure |
473, 501 |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0, 00 |
0,24 |
0,43 |
|
0,49 |
|
Fluoreszenz: gelb |
||||||
4.4.16. 7-Xanthopterincarbonsäure
Nach Vorschrift von R. Purrmann (208) wurde die
Xanthopterincarbonsäure [41] aus 2,4,5-Triamino-6-oxopyrimidinsulphat mit
Mesoxalester synthetisiert. Das so erhaltene Produkt enthielt noch das isomere
Produkt und wurde mit Wasser als Elutionsmittel über Sephadex
chromatographiert.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
In FSA: |
C(2)-NH2: b s 7,71 ppm |
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
254 (648), 394(280) |
|
|
90% Ameisensäure |
377 (220), 421(Schulter 80) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,31* |
0,02 |
0,03 |
|
0,75 |
|
*0,25 al Na-Salz; Fluoreszenz: gelbgrün |
||||||
Erythropterin
[10] wurde nach der Vorschrift von M. Viscontini und H. Stierlin (209)
synthetisiert.
|
1H-NMR-Spektrum: |
|
|
|
|
InTFS: |
C(7’)-H: s 7,44 ppm |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 265 (fehlt) |
247 (4%) |
245 (5%) |
219 (13%) |
|
|
193 (74%) |
152 (56%) |
44(100%) |
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
235 (544), 464 (490) |
|
|
90% Ameisensäure |
320 (288), 428 (332) |
|
|
konz. Schwefelsäure |
232 (488), 417 (456), 437 (480) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,25 |
0,04 |
0,06 |
|
0,60 |
Dieses
Produkt wurde aus Erythropterin [10] durch Behandeln mit Ammoniak nach einer
Arbeitsvorschrift von M. Viscontini und H. Stierlin synthetisiert (209). Zur
weiteren Reinigung wurde das Lepidopterin [11] über Sephadexsäulen eluiert.
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS) |
|
|
|
C(7’)-H: s 7,01 ppm, 1 H |
|
|
C(2)- NH2: s 7,90 ppm, 2 H |
|
|
Daneben die für -NH3+ charakteristischen drei Signale von je 1 H bei 6,04 ppm, 6,58 ppm und 7,12 ppm. |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 264 (fehlt) |
246 (2%) |
217(5% |
203 (23%) |
|
|
193 (9%) |
152 (9%) |
44 (100%) |
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
246 (520), 460 (536) |
|
|
90% Ameisensäure |
453 (600), 478 (600) |
|
|
konz. Schwefelsäure |
234 (496), 435 (412), 455 (416) |
|
D-Chromatogramme: |
|
|
|
|
|
|
|
|
E-Mittel |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|
|
Rf-Wert |
0,02 |
0,04 |
0,03 |
|
0,86 |
|
Fluoreszenz: gelb |
||||||
4.4.19. 7-Aminoxanthopterin [42]
a) 80 mg
Xanthopterincarbonsäure [41] wurde in 100 mL konz. Ammoniak während 2 Tagen
stehen lassen. Darauf wurde das Produkt im Rotationsverdampfer zur Trockene
eingeengt. Das Produkt wurde in 10 mL konz. Ameisensäure gelöst und mit 20 mL
Wasser verdünnt. Ein wenig gelbes Produkt (nicht umgesetztes Ausgangsprodukt)
wurde dadurch ausgefällt und abfiltriert. Das Filtrat wurde zur Trockene
eingeengt. Beim Abkühlen einer heissen wässrigen (einige Tropfen konz. Ammoniak
wurden zugegeben, damit die Lösung leicht basisch reagierte) Lösung des
Filtrats fiel ein cremefarbiges Produkt aus, welches abfiltriert und getrocknet
wurde. Die Ausbeute betrug 34 mg.
b) 600 mg
Xanthopterincarbonsäure [41] wurden in 300 mL konz. Ammoniak gelöst.
Unlösliches wurde durch einen Faltenfilter abfiltriert und das Filtrat in einer
grösseren Kristallisierschale während 2 Tagen offen stehen gelassen. Nach dem
Verdunsten des Ammoniaks fiel ein cremefarbiges Produkt aus welches abfiltriert
wurde. Dieses Verfahren wurde 4-mal wiederholt, bis die Ausbeute an
7-Aminoxanthopterin [42] aus den einzelnen Aufarbeitungen ca. 400 mg
betrug.
Zur
Reinigung des rohen 7-Aminoxanthopterins
[42] wurde entweder aus heissem Wasser
umkristallisiert oder über eine Sephadexsäule gereinigt.
Umkristallisieren:
100 mg
rohes 7-Aminoxanthopterin [42] wurden in 80 mL siedendem Wasser
gelöst, dem beim Abkühlen einige Tropfen konz. Ammoniak zugegeben wurden. Als
Produkt wurde nach Abfiltrieren und Trocknen 61 mg
7-Aminoxanthopterin [42] erhalten.
Chromatographieren:
140 mg
7-Aminoxanthopterincarbonsäure [42] wurden in möglichst wenig 50% Ammoniak
gelöst und auf eine mit 10% Ammoniak klimatisierte Sephadexsäule aufgetragen
(LH-20, 200 g, Höhe 25 cm, Durchmesser 8 cm). Das stark blau fluoreszierende
Produkt wurde aufgenommen und nach Abziehen des Ammoniaks im
Rotationsverdampfer stehengelassen. Der sich bildende Niederschlag wurde
abfiltriert und getrocknet. Die Ausbeute betrug 51 mg.
|
1H-NMR-Spektrum: (TFS) |
|
|
|
C(2)- NH2 und C(7)- NH2: bei 7,91 ppm, s. |
|
|
Daneben Verunreinigungen bei 8,18 ppm, s (1:10) |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 194 (30%) |
166 (9%) |
152 (5%) |
124 (10%) |
|
|
44 (100%) |
|
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
242 (536), 279 (200), 352 (312) |
|
|
90% Ameisensäure |
290 (384), 330 (504), 345 (540), 361 (Schulter 340) |
|
CHN-Analyse: |
|
|
|
|
|
|
(C6H6N6O2×2 H2O) |
|
m%C |
m% H |
m%N |
m%O |
|
|
berechnet |
31,30 |
4,38 |
36,50 |
6,88% |
|
|
gefunden |
31,30 |
3,78 |
37,08 |
|
4.4.20.
Xanthopteryl-3-methyl-5,6-dihydro-(1H)-pyrazin-(2)-on
a) 320 mg
Xanthopterin [6] wurde in 20 mL DMSO mit 6 g 3-Methyl-5,6-dihydro-(1H)-pyrazin-(2)-on
versetzt. Es wurde auf 140° C erwärmt und während 10 Minuten Luft durch
die Lösung geblasen. Nach Abkühlen wurde das Reaktionsgemisch mit 200 mL Ether
geschüttelt. Im Scheidetrichter wurde ein dunkles Öl als untere Schicht abgelassen
und mit Essigester in einem Becherglas umgerührt. Ein Produkt fiel aus, welches
in konz. Ammoniak gelöst wurde. Nach Entfernen von Ammoniak wurde das Produkt
auf einer Sephadexsäule (LH-20, Höhe 26 cm, Durchmesser 6,5 cm) mit 1% Ammoniak eluiert.
Xanthopterin [6] und weitere Nebenprodukte wurden schnell eluiert, das gesuchte
orangefarbene Produkt wurde nur langsam eluiert. Im Rotationsverdampfer wurde
das eluierte Produkt eingeengt und in 50 mL heisser Ameisensäure gelöst. Mit
100 mL Wasser wurde verdünnt, so dass ein orangefarbenes Produkt ausfiel. Nach
Abfiltrieren und Waschen mit Wasser, Ethanol und Ether wurde im Hochvacuum bei 40° C während 5 Stunden getrocknet. Die Ausbeute
betrug 106 mg.
b) Dasselbe
Produkt wurde auch erhalten, durch Versetzen von Erythropterin [10] mit
Überschuss an Ethylendiamin in ameisensaurer Lösung. Die Ausbeute war jedoch
wesentlich geringer.
|
1H-NMR-Spektrum: (FSA) |
|
|
|
-CH2-CH2-: b s 4,48 ppm, 4 H |
|
|
C(7’)-H: s 7,32 ppm,, 1 H |
|
|
N(?)-H: b s 9,50 ppm, 1 H |
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 289 (fehlt) |
193 (68%) |
152 (73%) |
124 (37%) |
|
|
96 (79%) |
78(100%) |
|
|
|
Elektronenspektren: lMax [nm] (E1%1 cm) |
|
|
|
|
0,1 M Natronlauge |
253 (344), 362 (144), 380 (128), 468 (468) |
|
|
90% Ameisensäure |
471 (796), 495 (800) |
4.4.21.
3-Methyl-5,6-dihydro-(1H)-pyrazin-(2)-on
In einen
200 mL Rundkolben wurden 30 g Ethylendiamin und 11,6 g
Brenztraubensäureethylester gegeben. Es trat starke Erwärmung auf. Nach
Abklingen der Reaktion wurde während 30 Minuten auf 100° C erwärmt. Im Rotationsverdampfer
wurde bei 60° C eingeengt und das zurückbleibende
Öl im Vakuum (0,01 mm Hg) bei 130° C destilliert. Das Destillat
kristallisierte in farblosen Nadeln aus. Die Ausbeute betrug 15 g. Der
Schmelzpunkt betrug 99,1° C.
|
1H-NMR-Spektrum: (CDCl3) |
|
|
|
C(3)- CH3: d 22,21 ppm, 1,8 Hz, 3H |
|
|
-CH2-CH2-:
m 3,55 ppm, 4 H |
|
|
|
|
Massenspektrum: (wichtigste Piks) |
|
|
|
|
|
|
M+: 112 (37%) |
84 (22%) |
55 (100%) |
42 (53%) |
4.5. Literaturverzeichnis zum Experimentellen Teil
(200) F.
Kavanagh und R. H. Goodwin,., Archs biochem., 20, 315, (1949) (201) P. B. Russell, R. Purrmann, W. Schmitt, G.H.
Hitchings, Jour. Amer. Chem. Soc. 71, 3412 (1949)
(202) A.
Albert und H. C. S. Wood, Journal of appl. Chemisrty, 2, 591, (1952)
(203) J. H. Bieri, W.-P. Hummel und M. Viscontini, Helv. Chim. Acta Vol.
59, Fasc. 7, p. 2374-2379 (1976)
(204) G.
B. Elion und G. H. Hitchings, Jour. Of Amer. Chem. Soc., 69, 2553, (1947)
(205) R.
Tschesche und F. Korte, Chem. Ber.84, 77 (1951)
(206) M.
Debono, R. M. Malloy und L. E. Patterson, Jour. of org. Chemistry, 34, 3032,
1969
(207) Y. Iwanami T. Seki, Bull. Chem. Soc. Jap. 45 (9), 2829
(1972)
(208) R.
Purrmann, Liebigs Ann. Chem..548, 284 (1941)
(209) M.
Viscontini und H. Stierlin, Helv. Chim. Acta 46, 51 (1963)
|
|
|